Verhaltensstörungen –
Lernstörungen –
Entwicklungsstörungen
Neurophysiologische Entwicklungsförderung hilft
Kleine Kinder zeigen zunehmend Defizite in der Bewegung, der Wahrnehmung, der Sprache. Schule und Alltag fallen schwer. Störungen der Entwicklung beeinträchtigen immer häufiger altersgerechtes Verhalten und Lernen mit Auswirkungen aufs Leben. Bewegungsmuster und Verhaltensweisen zu regulieren und zu automatisieren gelingt seltener. „NEIN!“ führt zu Geschrei, Ansagen werden überhört. Kleinste Routine-Aufgaben wie Zähne putzen oder aufräumen schleichen sich nicht ein und kosten viel Kraft.
Neurophysiologische Entwicklungsförderung bietet gezielte Hilfe
Neurophysiologische Entwicklungsförderung NE setzt direkt an Ursachen von Lern-, Verhaltens- und Entwicklungsstörungen an, der sogenannten Neuromotorischen Unreife.
Diese entsteht durch Lücken in der ganz frühen Entwicklung und führt zu unwillkürlichen und unzweckmäßigen Bewegungen. Dadurch verändert sich die Art und Weise wie Gehirn, Nervensystem und Körper miteinander arbeiten können. Probleme an der Wurzel packen durch Nachreifung direkt im Nervensystem ermöglicht NE.
Nachreifung durch Neurophysiologische Entwicklungsförderung NE
Neuromotorische Unreife verursacht Probleme in einigen bis vielen Bereichen. Mit spezifischen Übungen lassen sich sehr frühe Entwicklungsschritte aus Schwangerschaft und erstem Lebensjahr nachholen – bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Im Laufe der Förderung werden mit dem Fortschreiten der Hirnreifung unwillkürliche Bewegungsmuster von willkürlichen Bewegungen ersetzt.
Dadurch erfolgt automatische Steuerung allmählich aus dem Unterbewusstsein. Leistungsfähigkeit und Ausdauer steigen, Alltag wird leichter.
Nachreifung mit NE setzt direkt im Nervensystem an und wirkt so parallel auf mehrere Problembereiche.
Ziel der Neurophysiologischen Entwicklungsförderung
Ziel ist die Nachreifung des Nervensystems durch spezifische Bewegungsübungen. Unreife Bewegungsmuster und dadurch bedingte Koordinationsprobleme, Haltungsschwächen und Reizüberforderung lassen zugunsten reiferer Muster nach. Unbewusste Bewegungen wie Grimassieren, zittern, Kopf- und Streckbewegungen, aber auch hinfallen und aufspringen nehmen ab.
Explizite Aufmerksamkeit darauf wie ich das Glas halte und kippe, wie ich zum Socken anziehen sitze und die Finger halte, wird unnötig. Der Stift gleitet flüssig übers Blatt. Das Gehirn kann sich endlich auf wesentliche und reifere Lerninhalte konzentrieren und Routine-Aktivitäten werden im Alltag zuverlässig erledigt. Die Abhängigkeit von Hilfe wird durch selbständige Problembewältigung ersetzt, zu der auch besseres Aushalten und Abwarten können bei Langeweile oder Konflikten zählt. Aufmerksamkeit kann auch bei bisher "gehassten" Aktivitäten gehalten werden.
Neurophysiologische Entwicklungsförderung bei Lern-, Verhaltens- und Entwicklungsstörung
Ursachen für unvollständige Hirnreifung
Frühkindliche Reflexe reifen unvollständig, zum Beispiel in der Schwangerschaft durch Stresshormone, Infekte, Schadstoffe – bei der Geburt durch Komplikationen wie zum Beispiel Frühgeburt, Kaiserschnitt, Nabelschnurumschlingung. Das Auslassen von Bewegungsschritten in den ersten 12 Lebensmonaten beeinträchtigt die Reifung und stört die spätere Entwicklung.
Störungen im ersten Lebensjahr sind z. B. seltene Bauchlage, andauernde Stillprobleme, zu häufige Bewegungseinschränkung in Wipper + Autositz. Jede Einschränkung der Bewegung verhindert notwendige Übung.
Hinweise auf Restreaktionen frühkindlicher Reflexe bei Kindern im Vorschulalter
- Abweichende Bewegungsentwicklung (Kopf-/Handhaltung, Drehen, Kriechen, Krabbeln, …)
- Stillprobleme, Sprechstörungen, bleibendes Einnässen
- Schwierigkeiten Blickkontakt zu halten
- Wutausbrüche, Unbeholfenheit, Unselbständigkeit
- Unruhe, Ablenkbarkeit, Hochsensibilität
- Angst z. B. vor Trennung, Neuem, Schaukeln, Klettern
- Grimassieren, ähneln teils „Tics“
- geringe Erfolge von Therapien
Hinweise auf Restreaktionen frühkindlicher Reflexe bei Kindern im Schulalter
- Aufmerksamkeits-Störung, langsames Arbeitstempo, Lernunlust
- Konzentrations-Probleme, Hyperaktivität, Impulsivität
- Probleme schreiben, lesen, rechnen zu lernen
- Probleme mit der Wahrnehmung von Form, Reihenfolge, Raum-Lage, Zeit
- Schwierigkeit Ordnung zu halten
- Angst z. B. vor Höhe, Kontakt, Reden, Prüfungen
- Sportunlust teils nur bei bestimmten Übungen
- geringe Therapie-Erfolge
Hinweise auf Restreaktionen frühkindlicher Reflexe bei Erwachsenen
- Angst z. B. vor Prüfungen, Erröten, Menschenmengen
- Probleme in sozialer Interaktion, geringem Selbstwert
- Probleme der Impulskontrolle
- geringe Fähigkeit zur Stress-Regulation, geringes Selbstvertrauen
- Diskrepanz zwischen Intelligenz + Schulabschluss / Beruf
- Schmerzen durch Haltungsstörungen
Stimmt die Chemie zwischen Erziehungsberaterin und Eltern?
Manche Eltern berichten von Schwierigkeiten, Vertrauen zu einer Erziehungsberaterin aufzubauen. Eine vertrauensvolle Beziehung bildet die Basis für eine erfolgreiche Erziehungsberatung. Stimmt die Chemie, baut sich Vertrauen leichter auf und Veränderungen im Familienalltag lassen sich leichter anstoßen.Vertrauen Sie deshalb Ihrer Intuition.
Zielgruppe
Seit 20 Jahren wende ich die Neurophysiologische Entwicklungsförderung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen erfolgreich an.
Probleme und keine Diagnose?
Manchmal ist die Symptomatik zwar belastend, aber gerade noch nicht krankhaft im Sinne der Medizin und Diagnoseversuche bleiben erfolglos. Ich biete Informationen. Reste frühkindlicher Reflexe belasten ganze Familien teils erheblich. Schwierigkeiten aufgrund neuromotorischer Unreife bleiben ein Leben lang und erhöhen den Stresslevel.
Hilfe auch bei komplexen Problemen
Therapien entfalten nicht genügend Wirkung? Langjährige Erfahrung erlaubt mir die Übungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sehr individuell anzupassen. Gern erkläre ich transparent und verständlich das Ziel jeder Übung und welche vorübergehenden Regressionen evtl. auftauchen. Im Laufe der Förderungen freue ich mich immer wieder wie sich Gehirn und Körper zu neuen Verarbeitungsweisen anregen lassen und das Leben betroffener Kinder, Jugendlicher und Erwachsener auf mehreren Ebenen gleichzeitig erleichtern. Bei Erwachsenen ergänzt NE teils Psychotherapie oder verkürzt sie.
Teils nutze ich zur weiteren Hirnreifung Übungen aus der Bilateralen Integration oder mein Wissen um die Wirkung von Nahrung, um evtl. Erkrankungen herauszufinden, die die Förderung erschweren.
Neurophysiologische Entwicklungsförderung oder Entwicklungsförderung?
Förderung aus anderen Bereichen – Physio-/Ergotherapie, Logopädie, Frühförderung – setzt in der Regel an Symptomen aus späteren Lebensphasen an.
Anstatt nur an ausgewählten Symptomen zu arbeiten, setzt Neurophysiologische Entwicklungsförderung an der Ursache an, der Entwicklungsverzögerung in Schwangerschaft und erstem Jahr. Sie wirkt durch Nachreifung des Gehirns und individuelle Anpassung an jedes Kind. Bei neurophysiologischen Ursachen für Lern-, Verhaltens- und Entwicklungsstörungen hilft Neurophysiologische Entwicklungsförderung.
Spezifische Übungen wirken parallel auf diverse Symptome. Krankheiten wie z. B. Haltungs- oder Koordinationstörungen oder soziale Probleme und Lernstörungen verlieren teils erheblich an Ausprägung.
Ablauf der Förderung
Mit Hilfe einer ausführlichen Befragung zur Entwicklung und der Erfassung des neurophysiologischen Entwicklungsstandes leite ich zu einem individuellen Übungsprogramm an. Das Training absolvieren sie mit ihrem Kind für einige Minuten täglich zu Hause.
Meine Erläuterungen und Tipps verhelfen ihnen zu mehr Verständnis für ihr Kind. Wiedervorstellungen nach einigen Wochen dienen der Erfassung von Veränderungen und Anpassung der Übungen. Die Dauer des „Trainings-Programms“ bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen variiert erfahrungsgemäß.
Definition Neuromotorische Unreife
Neuromotorische Unreife bezeichnet eine „leichte bis deutliche“ Entwicklungsverzögerung, die in der ganz frühen Zeit im Mutterleib bis kurz nach dem ersten Geburtstag entsteht und zur unvollständigen Reifung des Nervensystems führt.
Der Aufrichtungsprozess im ersten Lebensjahr bleibt unvollständig, denn Restreaktionen frühkindlicher Reflexe stören die vollständige Entwicklung von Gleichgewicht, Muskel- und Kopfkontrolle – erkennbar durch Auslassen / zu kurze Anwendung früher Bewegungsschritte z. B. Drehen, Robben, Krabbeln, Löffel + Glas.
Eine Reihe unwillkürlicher Bewegungen führt primär zu unbeholfenen Bewegungsabläufen in Grob- und Feinmotorik. Lern-, Verhaltens- und Entwicklungsstörungen sind sekundäre Auswirkungen. Rund um die Geburt sichern frühkindliche Reflexe das Überleben. Deren vollständige Integration durch die normale Bewegungsentwicklung der ersten Lebensmonate bildet die Basis für weitere Entwicklung. Desinteresse an bestimmten Tätigkeiten kann auf eine löchrige Basis der frühen Entwicklung hinweisen.
Zu wenig Übung von Bewegungen führt zu geringerer Verknüpfung der Hirnbereiche. Die Sinnesorgane sind gesund, die Vernetzung mit dem Gehirn hinkt dem Alter jedoch hinterher. Das Gehirn erreicht keine altersentsprechende Leistungsfähigkeit. Angelegte Intelligenz kann nicht voll genutzt werden.
Das frühe Gehirn
Gehirn und Nervensystem entstehen am Anfang der Schwangerschaft. Der Fötus reift bis zur Geburt durch reflexgesteuerte Eigen-Bewegung. Reize gelangen von Körperteilen zum Gehirn; Nervenzellen verknüpfen sich zu Nervenbahnen. Im 1. Lebensjahr wandeln sich frühkindliche Reflexe über die normale Bewegungsentwicklung in stabile Bewegungs- und Haltungsmuster um.
„Straßenbau“ im Gehirn
Nervenzellen verknüpfen sich zu Nervenbahnen und Reize „fahren“ darauf erst sehr langsam wie auf einem Feldweg. Viele Wiederholungen bauen bis zur Schule ein schnelles Straßennetz aus Bundes- und Autobahnen, das den gesamten Körper und das Gehirn verbindet. Diese schnelle Reiz-Verarbeitung dient dem Gedächtnis lebenslang.
Hirnreifung braucht V I E L Wiederholung
In den ersten Jahren wiederholen Kinder Bewegungsabläufe bis zu 50.000-fach. Gelerntes wird dann stabil als Automatismus im Unterbewusstsein gespeichert. Wiederholung langweilt Kinder nicht, sondern bildet die Basis für Leichtigkeit und Motivation.
Bewegung und Wahrnehmung als Basis fürs Leben
Frühkindliche Reflexe müssen vorgeburtlich genug reifen, damit Babys Bewegungen ausdauernd üben. Aufrechte Haltung und koordinierte Bewegungen lernen Kinder, wenn die kompletten Bewegungsmuster zeitgerecht angelegt wurden. Die Ausreifung der Gleichgewichts-, Halte- und Stellreaktionen im ersten Jahr bildet so die Basis für sensomotorische, psychosoziale und kognitive Fähigkeiten.
Bis zur Schule entsteht ein breites Spektrum an Fähigkeiten zur Bewegungs- und Verhaltenskontrolle und Aufrechterhaltung von Aufmerksamkeit. Das gesamte Verhalten sowie die Wahrnehmung von Formen, Reihenfolgen, Anzahl, Zeitspannen und vieles mehr hängt mit der Entwicklung im ersten Lebensjahr zusammen. Kognitiv anspruchsvolle Lernvorgänge, wie Kinder sie in Schule und Leben benötigen, bewältigen sie relativ leicht, wenn sie Gelerntes im Gedächtnis finden.
Weitere Informationen
Mein Weg mit der Neurophysiologischen Entwicklungsförderung
Umfangreiche Erfahrungen mit der Neurophysiologischen Entwicklungsförderung NDT/ INPP ® erweiterte ich mit der Lateralitätsdiagnostik nach Hannelore Pester und der Bilateralen Integration nach Sheila Dobie. So biete ich auch in komplexeren Sachlagen Unterstützung an. Medizinische Behandlungen konnte ich unterstützen, teils erübrigten sie sich.
Trotz intensiver Einarbeitung suchte ich für manche Fälle nach mehr Ideen. Als Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Neurophysiologische Entwicklung genieße ich den Austausch mit anderen Therapeuten und wirkte an der Anpassung des Programms mit.
Historie der Neurophysiologischen Entwicklungsförderung
An der Universität Chester, England, verbanden Peter Blythe und Sally Goddard Wissen aus verschiedenen Fachgebieten und entdeckten, dass Reifung in der ganz frühen Zeit festen Abfolgen unterliegt. Sie fanden Verbindungen zu Verhaltens- und Lernstörungen bei Kindern, entdeckten Reste frühkindlicher Reflexe als Ursache und entwickelten das Übungsprogramm zur Nachreifung des Nervensystems.
Mitte der 90er Jahre kam NDT/ INPP ® nach Deutschland. Die Deutsche Gesellschaft für Neurophysiologische Entwicklung DGNE entwickelte NDT/ INPP ® weiter – erst zu NE später zum NEL-Training.
Bilaterale Integration
Bilaterale Integration entwickelte Sheila Dobie in Ergänzung zum NDT/ INPP ® – Programm. Diese Übungen dienen der Reifung weiterer Funktionsbereiche in Gehirn und Körper. Auch diese Methode setzt mit Bewegungsübungen an Ursachen an und lindert diverse Probleme von der Wurzel.
Diese Methoden setze ich in Verbindung mit Erziehungsberatung, psychologischer Beratung und in Ergänzung zu medizinischer Behandlung ein.
Stimmt die Chemie zwischen Erziehungsberaterin und Eltern?
Manche Eltern berichten von Schwierigkeiten, Vertrauen zu einer Erziehungsberaterin aufzubauen. Eine vertrauensvolle Beziehung bildet die Basis für eine erfolgreiche Erziehungsberatung. Stimmt die Chemie, baut sich Vertrauen leichter auf und Veränderungen im Familienalltag lassen sich leichter anstoßen.Vertrauen Sie deshalb Ihrer Intuition.
